Hallo Leute,
ich hatte am Montag wegen dem Labor Day (immer erster Montag im September) frei, allerdings konnte ich weder am Samstag und Sonntag noch Montag ausschlafen. Hatte ein volles Programm an dem Wochenende.
Samstag
Am Samstag haben wir unsere Youth Mission Project unserer Kirche begonnen und angefangen das Haus eines älteren Mannes in Clifton Forge schöner aussehen zu lassen. 😉 Ich glaube, wir waren ungefähr 15 Leute, 5 oder 6 Erwachsene und der Rest Jugendliche bzw. Kinder. Zuerst mussten wir die alte Farbe mit einem Scrapper „abkratzen“, allerdings nur die Farbe, die wirklich abging. Das Haus bestand aus Holz und wir sollten auf keinenfall das Holz mit dem Scrapper kaputt machen. Am selben Tag haben wir das Haus noch mit noch einer weißen Farbe bemalt, damit die nächste Farbe länger hält. Ihr wisst gar nicht, wie groß das Haus ist. Es ist war am Mittag richtig heiß… Aber zum Glück gab’s kalte Getränke und „Big Lunch“. 😛
Puh, das war schon anstrengend! Ich war ziemlich kaputt und müde. Danach bin ich mit meinen Gasteltern in einem Restaurant essen gegangen – All you can eat-Buffet. Es war eigentlich ganz gut. Jaja, ich muss auf mein Gewicht achten, oder? 😆
Sonntag
Am Sonntag ging es natürlich wieder zur Kirche. Nothing special. Es gibt an unserer Kirche verschiedene Klassen für die Kinder, die Klassen sind in Altergruppen geteilt. Ich bin im Blast 2 (Grade 9 – 12, High School), in allen Klassen hat man Bibelunterricht, allerdings ist es eigentlich gar nicht soooooo verdammt langweilig. Unser Jugendgruppenleiter und die Hefte versuchen halt die Themen für uns interessant zu machen. Am Abend ging es dann nochmal zur Kirche – wieder Bible Study! Aber es war okay.
Montag
Hier haben wir unsere eigentliche Arbeit gemacht, das Haus gestrichen – es war schon ein wenig anstrengend, allerdings war es dafür nicht so warm und wir sind schneller voran gekommen, weil wir das meiste am Haus schon gemacht haben. Das Haus wurde übrigens in Grau gestrichen und die Fensterrahmen, Türen, etc. in Rot. Das Haus sieht nun viel besser aus.
Ich kann nur sagen, dass ich gerne bei diesem Projekt geholfen habe! Ich hätte das in Deutschland bestimmt nicht gemacht und diese Erfahrung in den USA zu machen ist wirklich toll. Auch wenn ich nicht viel schlafen konnte und es anstrengend war, war es eine gute Erfahrung! 🙂
Dienstag
Heute hatte ich mal wieder High School. Hätte aber viel lieber länger geschlafen, aber was soll’s. 😉 Heute hatte Obama einen „Back to School Speech“ an einer High School in Arlington, Virginia gehalten. Ich glaube, dass in Arlington heute der erste Schultag begonnen hat. Ich hatte ja eigentlich schon seit 3 Wochen Schule. Die Rede wurde im Fernsehen gezeigt. Auf jedenfall meinte meine Gitarrenlehrerin, dass sie das gucken möchte, die Schüler es allerdings nicht gucken müssen. Sie konnten, wenn sie wollten, den Raum verlassen und irgendwas anderes machen. 😉
In jedem Fachraum gibt’s übrigens ein Fernseher. Am Anfang der ersten Stunde werden im Fernseher immer zwei Schüler (nicht immer dieselben) gezeigt, die die Ankündigungen des heutigen Tages vorlesen.
Naja, auf jedenfall hat Obama erzählt, wie wichtig die Bildung für einen guten Beruf ist. Er weiß wie hart die Teenager es haben, allerdings soll man immer schön brav zur Schule gehen.
Ich habe heute auch einen Chemietest geschrieben, allerdings habe ich überhaupt nicht dafür gelernt. Dadurch das es jetzt mehr um Rechnen geht, konnte ich das um einiges besser als nur Texte in Englisch aufschreiben. Wir haben nochmal kurz alles wiederholt und dann gab’s den Text mit Multiple Choices, Matches und einige Lücken, wo man die richtigen Wörter reinschreiben musste. Dann noch paar Rechenaufgaben, die allerdings sehr einfach waren, und danach musste man noch ein Koordinatensystem zeichnen. Alles ganz easy!
Morgen sind die Club Meetings… ich bin in 4 Clubs (Black Heritage, SADD, Key, Students for Christ), leider kann ich nur zu dreien gehen, weil sich SADD und Key überschneiden. Ich werde wohl zum Key Club gehen, da er interessanter klingt. Im Key Club geht es um ehrenamtliche Arbeit. Die Clubs sind während des Unterrichts, daher ist diejenige Person vom Unterricht befreit, wenn er in einem Club ist. Juhu! Kaum Schule außer Playing Guitar for Beginners. 😛 Naja, ich bin mal gespannt, was wir so machen…
Ich habe am Freitag übrigens unser Schult-shirt bekommen. Das T-Shirt hat nur $10 gekostet, also recht billig.
Okay, das wär’s erstmal. Ich werde später noch mehr Einträge verfassen!
Liebe Grüße
Steffi
Verfasst von Steffi am 09. September 2009 um 6:04 Uhr | Allgemein | Keine Kommentare
Hey Leute,
jetzt bin ich seit Donnerstag schon 3 Wochen in Virginia und es ist ca. 1 Woche seit meinem letzten Blogeintrag vergangen. Was ist in dieser eine Woche passiert? Viel! Ich erlebe jeden Tag etwas neues und mache hier tolle Erfahrungen, die ich in Deutschland wohl im selben Jahr nicht machen würde. Na, dann möchte ich euch mal wieder berichten, was so passiert ist. Diesmal gibt es einige Fotos!
High School
Die Zeit vergeht hier jetzt immer recht schnell, da die High School bis zum Nachmittag geht, aber was soll ich sagen? Die Stunden auf der High School vergehen (bis jetzt) viel schneller als auf meinem Gymnasium. Auf meinem Gymnasium sind mir die 45 Minuten eines Fachs schon wie ’ne Ewigkeit vorgekommen. Ich habe bis jetzt schon 6 Tests (vielleicht noch mehr) geschrieben, hier gibt es eigentlich keine richtige Klausuren, wo man Aufsätze verfassen muss. Die Tests sind in der Regel recht einfach, deswegen muss man nicht so viel lernen wie bei einer Klausur in Deutschland. 😛
Dafür gibt es zwar mehr Tests als in Deutschland, aber der Schwierigkeitsgrad ist echt nicht schwer, daher macht das kaum was. Die Hausaufgaben, die man auf meiner High School aufbekommt, reicht man immer vor dem Unterricht ein. Der Fachlehrer bewertet dann immer die Hausaufgaben, im Chemie muss man manchmal mitten im Unterricht paar Aufgaben machen und die danach dann einreichen. Allerdings kann man sich bei den paar Aufgaben auch von einem Mitschüler oder Lehrer helfen lassen bevor man diese einreicht. In der Regel wird das alles immer recht positiv bewertet, besonders in US Government. 😉
Hausaufgaben bekomme ich übrigens nur in US Government und in Chemie auf, allerdings war das bisher so, dass ich die Chemiehausaufgaben größtensteils mitten im Unterricht erledigt hatte. In US Government halten sich die Hausaufgaben in Grenzen, manchmal bekomme ich mehr auf, manchmal weniger.
Die Hausaufgaben sind in der Regel auch sehr einfach, außerdem werden die meistens sowieso gut bewertet. 😉
Das heißt allerdings nicht, dass man nur in US Government bzw. Chemie Tests schreibt! In Drama werden auch Tests geschrieben (allerdings nicht sehr viele), in Playing Guitar for Beginners werden aber wieder mehr Tests geschrieben und Playing Tests gespielt. Diese Woche gab es zum Beispiel so ein Playing Test und meine Gitarrenlehrerin hat ein schönes Papier dafür erstellt:
Lasst euch nicht vom Titel irren „Alleghany High School Guitar Concert“, die einzigen Zuhörer waren wir selbst – die Schüler der Playing Guitar for Beginners. Die Lieder sind alle auch recht einfach, besonders meins, das „Spanish Theme“!
Manchmal wird man vom Unterricht von einem Lehrer „herausgeholt“, zum Beispiel, wenn der Lehrer mit dem Schüler reden möchte. Dann kommt irgendein Schüler in den Fachraum und gibt dem Fachlehrer einen grünen Zettel, den „Guidance Pass“. Der Fachlehrer übergibt demjenigen Schüler den Guidance Pass. Auf dem Guidance Pass steht der Name des Schülers drauf und diejenige Person bzw. Lehrer, der mit dem Schüler reden möchte. Soweit ich mich erinnern kann, hat mir letzte Woche plötzlich meine Dramalehrerin so einen grünen Zettel in die Hand gedrückt. Und dann war ich schon bisschen schockiert, weil ich nicht wusste, wobei es sich um dem grünen Zettel handelte und wer mit mir überhaupt reden möchte. Ich habe meine Lehrerin dann nur gefragt, wo ich den Lehrer finde – und ups! Es war der Schulleiter. 🙂
Der Schulleiter hat mich und die andere Austauschschülerin in seinem Büro gerufen, weil er wissen wollte, wie es so in der Schule läuft und ob wir schon Freunde gefunden hätten usw. Mein Gastvater hat gesagt, dass es sehr nett von ihm ist. Es ist sein erstes Jahr als Schulleiter und der alte Schulleiter soll überhaupt nicht nett gewesen sein. Puh! Doch nichts verbockt, hm?!
Diese Woche wurde ich dann 2-mal mit dem Guidance Pass herausgerufen… und war immer ein wenig verwirrt, weil ich ja nie wusste, warum mich jemand sprechen möchte?! Diese Woche wurde ich das erste Mal herausgerufen, weil es eine Person an der High School gibt, die das Hörverstehen, das Textverständnis und die Sprache testet. Unter diese Kategorie fallen alle, die der Muttersprache Englisch nicht angehören. Das ist allerdings kein Test, sondern einfach nur eine Hilfe für die Lehrer um den Schülern besser helfen zu können.
Beim zweiten Mal ging es nur darum die Orderform für den Class Ring abzuholen. Was ist ein Class Ring? Das ist sowas wie ein Schulring, den in der Regel, jede High School hat. Diesen Schulring kann man aber individuell gestalten, aber die Preise sind recht hoch. Es kommt halt immer drauf an, wie man seinen Ring gestaltet. Der Schulring trägt eigentlich fast immer den High School Namen und wenn man möchte das Maskottchen der Schule. Diese Ringe können von $70 – $600 kosten, am teuersten sind die Metalle wie z.B. Silber und Gold. Für alle Austauschschüler: Diese Class Rings gibt es günstig bei Walmart! Habe schon gehört, dass einige Schüler mit dem Walmart Ring glücklich sind. 😉
Eigentlich haben nur die Sophomores (10. Klässler) die Orderform erhalten, aber zum Glück hat der Counselor meiner Schule noch an die Austauschschüler gedacht! Ich möchte natürlich auch so ein Ring!! 😛
Ich nehme einen Basic Ring für $100, der hat alles was ich möchte, das Maskottchen und noch ein Schulsymbol mit meinem Namen und das Graduation Year. Es gibt noch andere Ringe, wo man außer dem Maskottchen und dem Schulsymbol was anderes wählen kann, allerdings sind das wieder andere Preise (ab $180). Hole meinen Ring nicht von Walmart, bestelle ihn über die Schule!
Ich nehme wahrscheinlich diesen Class Ring hier:
Am Montag dieser Woche haben sich übrigens alle Schüler in der Aula (Auditorium) versammelt, weil die Footballer gegen die Covington High gewonnen hat. Das war sozusagen eine Ehrung der Footballer, allerdings ging sie ziemlich schnell vorbei.
Am Mittwoch gab es dann auch ein Picture Day für alle Freshmans, Sophomores und Juniors. Soweit ich weiß wird von jedem Schüler ein Foto für das Yearbook (das wohl $60 kostet!) gemacht. Da ich ein Senior bin, hat mich das nicht betroffen. Die Fotos von den Seniors wurden eigentlich schon gemacht, allerdings gibt es im Oktober ein Make-Up Day für alle, die diese Seniorfotos verpasst haben.
Es gibt jetzt auch jeden Freitag ein Footballgame meiner High School, manchmal ist es ein Home Football Game (das Footballspiel findet an der eigenen High School statt) und manchmal findet es an einer anderen High School statt. Heute war auf jedenfall das erste Home Football Game, allerdings habe ich mir das leider nicht angeguckt. Warum? Ganz einfach… (siehe nächster Abschnitt). 😀
Mein Geburtstag!
Heute ist mein 17. Geburtstag! Oh, vor einem Jahr habe ich den YFU Brief bekommen, dass ich für das USA Programm aufgenommen wurde. 🙂 Es haben mir so einige gratuliert… Danke, Leute!! Es wussten auch einige von meiner High School, dass ich Geburtstag habe und meine Chemielehrerin meinte so „Is today your birthday?“. Nach meiner High School bin ich mit meinen Gasteltern in einem Restaurant essen gegangen… Das Restaurant ist ca. 40 Minuten von Clifton Forge entfernt und zwar war es ein mexikanisches Restaurant! Das Essen hat auf jedenfall besser geschmeckt als das mexikanische Restaurant in Covington. Ich habe von meinen Gasteltern eine Kette bekommen, wo mein Anfangsbuchstabe (S) eingraviert ist. Man kann den Anhänger öffnen und ein gaaanz kleines Foto reintun. 🙂 Süß das Geschenk, oder? Finde ich toll! Sie haben mir dazu noch eine Geburtstagskarte geschenkt und hatten noch was ganz anderes auf dem petto… 😉
Also sie haben die mexikanischen Kellnern gesagt, dass sie ein Geburtstagskind bei sich haben, die Kellner meinten dann darauf, ob sie später einen kleinen Kuchen zum Tisch bringen sollen. Meine Gasteltern bejahten dies natürlich. Ich wusste von alldem natürlich nichts und was dann geschah, hätten selbst meine Gasteltern nicht gedacht. Nach dem Essen sind ganz viele Kellner zu unserem Tisch gekommen und haben laut gesungen. Ich sollte mich auf einem Stuhl hinsetzen, sie haben mir danach einen kleinen Kuchen auf dem Tisch hingelegt. Einer dieser Kellner hatte noch einen Pappteller voller Sahne… Und was haben sie wohl gemacht?! Er hat die ganze Sahne auf meinem Gesicht geschmiert und danach den ganzen Pappteller auf meinem Gesicht geworfen. Ich habe nur noch weiß gesehen, haha. Ich hab’s mit Humor genommen, haha. 😀 Diese Erfahrung hätte ich in Deutschland nicht so schnell gemacht. Es war schon lustig. Hmm… war das jetzt eine mexikanische Tradition? Ich weiß es nicht. Die Kellner haben aber schon rücksicht genommen und versucht mir nicht die Haare zu versauen, einen Typen hat’s schlimmer erwischt als er „überrascht“ wurde. Ich konnte die ganze Sahne mit Tüchern von meinem Gesicht abputzen. Haha. 😛
Okay, Leute, das war’s erstmal. Ich hoffe, dass ich vielleicht nächsten Freitag oder übernächsten Freitag zum Footballgame gehen kann. Morgen beginnt das Youth Mission Project meiner Kirche. Wir streichen das Haus eines älteren Mannes, der nicht mehr fähig ist, das Haus selber zu streichen und das ist dringend nötig. Am Samstag und am Montag wird unsere Youth Mission Project wohl dauern. Ich werde wahrscheinlich morgen nochmal ein Blogeintrag verfassen, aber ich gehe gleich ins Bett – muss morgen früh raus, also in 6 Stunden wieder aufstehen. 🙁
Naja, aber ein Haus habe ich auch noch nie gestrichen! Habe schon Klamotten von meinem Gastvater bekommen, die ich zum Streichen anziehen kann. Haha. Das wird was!
Liebe Grüße
Steffi
P.S.: Die lustigste Frage war übrigens bisher „Do you speak German in Germany?“ oder „Can you speak German?“. Das kommt auch daher, weil ich wohl nicht typisch deutsch aussehe, aber da musste ich mich schon bisschen halten um nicht laut loszulachen. Lustig war auch als meine Chemielehrerin gesagt hat:“5mm ist die Hälfte eines cm!“. Bin auch die einzige, die gelacht hat. Die Amerikaner benutzen ja normalerweise feet oder inch als Maßeinheit.
Verfasst von Steffi am 05. September 2009 um 7:15 Uhr | Allgemein | 3 Kommentare